You are currently viewing Die Muttersprache – Grundlage der kulturellen Identität und des spirituellen Erbes

Die Muttersprache – Grundlage der kulturellen Identität und des spirituellen Erbes

Am 20. Februar 2026 fand in Taschkent im großen Saal des Komitees für interethnische Beziehungen eine feierliche Kultur- und Bildungsveranstaltung zum Internationalen Tag der Muttersprache statt. Diese Veranstaltung brachte Vertreter nationaler Kulturzentren, öffentlicher Organisationen, Kulturschaffende und Jugendliche zusammen und war ein eindrucksvoller Beweis für die Achtung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Usbekistans.

In seiner Begrüßungsrede betonte der stellvertretende Vorsitzende des Komitees für interethnische Beziehungen und Beziehungen zu Landsleuten im Ausland die Bedeutung der Erhaltung der Muttersprachen als geistige Grundlage jedes Volkes. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Vorträge und Reden gehalten, die sich mit der Rolle der Sprache bei der Bildung der nationalen Identität, der Stärkung des interkulturellen Dialogs und der Erziehung der heranwachsenden Generation befassten. Einen besonderen Platz im Programm nahm der künstlerische Teil ein, in dem Aktivisten verschiedener nationaler Kulturzentren Lieder, Gedichte und Tänze in ihren Muttersprachen vorstellten. Jeder Auftritt war ein Spiegelbild des Reichtums an Traditionen, Geschichte und spirituellem Erbe der in Usbekistan lebenden Völker.

Das Kulturzentrum der Deutschen in Usbekistan nahm ebenfalls aktiv am Festprogramm teil. Im Namen des Zentrums trat Nadezhda Kotova auf, die ein Gedicht in ihrer Muttersprache Deutsch vortrug. Ihre gefühlvolle und ausdrucksstarke Darbietung vermittelte die Schönheit und Melodik der deutschen Sprache und fand großen Anklang beim Publikum.

Der Auftritt war nicht nur eine künstlerische Darbietung, sondern auch ein Symbol für den respektvollen Umgang mit der Sprache als lebendige Verbindung zwischen den Generationen. Die deutsche Sprache ist Teil des kulturellen Erbes des deutschen Volkes und wird dank der Bemühungen von öffentlichen Organisationen, Pädagogen, Eltern und engagierten Jugendlichen bewahrt und weiterentwickelt.

Für das DeKuZ ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen von besonderer Bedeutung. Wir betrachten die Erhaltung der Muttersprache als eine wichtige Aufgabe, die auf die Stärkung der kulturellen Identität, die Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit und die Förderung des Respekts für die Vielfalt der Kulturen abzielt.

Angesichts der Globalisierung und der rasanten Veränderungen in der Welt gewinnt die Fähigkeit, seine Wurzeln, Traditionen und Sprache zu bewahren und sich gleichzeitig für Dialog und Zusammenarbeit zu öffnen, einen besonderen Stellenwert. Das multinationale Usbekistan ist ein eindrucksvolles Beispiel für das harmonische Zusammenleben verschiedener Kulturen, in dem jedes Volk die Möglichkeit hat, sein Erbe frei zu entwickeln und zu verbreiten.

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatoren der Veranstaltung für das hohe Niveau und die Möglichkeit, einem breiten Publikum die deutsche Kultur näherzubringen. Wir sind überzeugt, dass solche Begegnungen zur Stärkung der Freundschaft zwischen den Völkern, zum gegenseitigen Verständnis und zur weiteren Entwicklung der kulturellen Zusammenarbeit beitragen.

Das Kulturzentrum der Deutschen in Usbekistan Wieredgeburt wird auch weiterhin Initiativen zur Erhaltung der Muttersprache, zur Entwicklung von Jugendprogrammen und zur Popularisierung der deutschen Kultur in Usbekistan aktiv unterstützen.

Die Muttersprache ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation. Sie ist die Erinnerung an die Vorfahren, eine spirituelle Stütze und ein Weg in die Zukunft. Indem wir die Sprache bewahren, bewahren wir unsere Geschichte und geben sie an die nächsten Generationen weiter.

Irina Sergeevna Folz