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Intensivkurs für Jugendleiter

Vom 10. bis 15. August fand im DeKuZ „Wiedergeburt“ ein Fortbildungsseminar für jugendpolitische Aktivisten statt. An dem sechstägigen Intensivkurs nahmen Jugendliche aus Fergana, Buchara und Taschkent teil.

Die ersten beiden Tage waren der Qualität von Medieninhalten gewidmet.

Die Teilnehmer befassten sich mit Bildkomposition und richtiger Beleuchtung, den Möglichkeiten mobiler Aufnahmen sowie den Grundlagen des Storytellings. All dies wurde direkt in die Praxis umgesetzt: Die Teams lernten den Umgang mit Ansteckmikrofonen, die Toneinstellung, die Bildkomposition und die Suche nach „Hooks“ für soziale Netzwerke – anschließend schnitten sie Videos, lernten, einen einheitlichen visuellen Stil zu entwickeln, und analysierten das aufgenommene Material.

„Unser Ziel ist es, nicht nur qualitativ hochwertigere Videos zu drehen, sondern mit ihrer Hilfe die Kulturzentren bekannter zu machen und neue Teilnehmer, insbesondere junge Menschen, anzusprechen“, betonte die Seminarleiterin Svetlana Prinz. „Dabei sind die Teilnehmer frei in der Wahl der Themen und Formate. Das Wichtigste ist, interessant über die Veranstaltungen in unseren Vereinen zu berichten und gleichzeitig deutsche Traditionen, Sprache und Kultur bekannt zu machen.“

Die Rolle der künstlichen Intelligenz wurde gesondert erörtert. Der Referent schlug vor, sich nicht zwischen Technologien und dem Menschen entscheiden zu müssen. KI sei ein Arbeitsinstrument zur Vereinfachung und Verbesserung menschlicher Arbeit, während der Inhalt natürlich vom Menschen bestimmt werden müsse.

Am dritten Tag leitete Anna Troitskaja, Referentin am Institut für ethnokulturelle Bildung (Moskau), den Block „Führung und Teamarbeit“. Der Fokus der Teilnehmer verlagerte sich von der Erstellung von Medien hin zur Analyse ihrer Rolle in der Gruppe, unter anderem als zukünftige Leiter von Jugendclubs. Die Aktivisten setzten sich mit verschiedenen Führungstypen auseinander und simulierten Lösungsansätze für reale Krisensituationen, mit denen regionale Vereine konfrontiert sind. Die Veränderungen in den Gruppen zeigten sich schnell: Bereits am Ende des Tages übernahmen die Jugendlichen mehr Verantwortung und zeigten Eigeninitiative.

n den folgenden Tagen vertieften die Teilnehmer ihre neuen Kenntnisse anhand der Modellierung eines vollständigen Projektzyklus – von der Planung und der Suche nach Ressourcen bis hin zur Zusammenarbeit mit Partnern und der Auswertung der Ergebnisse. In jeder Phase wurden erfolgreiche Praktiken aus Russland und Usbekistan beleuchtet.

Zum Abschluss wurden beide Bereiche – Medien und Führung – in praktischen Übungen miteinander verbunden. In Arbeitsgruppen entwickelten die Jugendlichen umfassende Medienpläne für ihre Regionen, legten Zielgruppen fest, erarbeiteten Drehbücher und drehten publikationsreife Inhalte.

Ein Jugendaktivist muss ein Initiator sein, der in der Lage ist, ein Team zusammenzustellen, eine Idee zu entwickeln und diese bis zum fertigen Medienprodukt umzusetzen. In dieser Hinsicht haben die Jugendlichen beim Seminar enorme Erfahrungen gesammelt. „Die Jugend verfügt heute über einzigartige Ressourcen für ihre Entwicklung“, erklärte Anna Troizkaja. „Man muss sie nutzen und selbst zum Urheber werden, statt nur Konsument aller möglichen Medien zu sein.“