Güte wird besonders wertvoll, wenn sie nicht in Worten, sondern in Taten zum Ausdruck kommt. Genau zu einem solchen Ausdruck des guten Willens wurde die Wohltätigkeitsaktion „Beeilt euch, Gutes zu tun“, die am 30. und 31. Mai in der Taschkenter Regionalstelle des Kulturzentrums der Deutschen in Usbekistan „Wiedergeburt“ im Rahmen der Programme des Bundesministeriums des Innern und für Heimat der deutschen Bundesregierung stattfand.
Die Aktion zielt darauf ab, ethnische Deutsche zu unterstützen, die in der Vergangenheit aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit verfolgt wurden, die Erlebnisgeneration in das aktive Leben des Kulturzentrums der Deutschen in Usbekistan einzubinden sowie ehrenamtliches Engagement zu fördern und die Traditionen der gegenseitigen Hilfe in der deutschen Minderheit zu stärken.

Die Vorbereitungen für die Aktion dauerten etwas mehr als einen Monat. Mitarbeiter, Aktivisten und Freiwillige des Zentrums haben ihre Kräfte gebündelt, um denjenigen zu helfen, die Fürsorge und Unterstützung benötigen. Gezielte Hilfe in Form von Lebensmittelpaketen und Reinigungsmitteln erhielten ethnische Deutsche, die aufgrund ihres Gesundheitszustands besondere Aufmerksamkeit und Pflege benötigen.
Darüber hinaus wurde auf Initiative der Mitarbeiter des Kulturzentrums eine Spendenaktion organisiert, um Menschen mit einer Behinderung der zweiten Gruppe zusätzliche Hilfe zukommen zu lassen. Dies bestätigte einmal mehr, dass die Bereitschaft, einander zu helfen, nach wie vor einer der wichtigsten Werte unserer Gemeinschaft ist.
Die Aktion erstreckte sich auf die Stadt Taschkent sowie die Regionen Taschkent und Dschizak. Die Hilfe wurde an die Bewohner von Achangaran, Jangiyul, Keles, der Siedlung Gulistan und anderer Ortschaften geliefert. Hinter jeder Fahrt stand der aufrichtige Wunsch, Menschen zu unterstützen, für die es besonders wichtig ist, Aufmerksamkeit und Anteilnahme zu spüren.
Zusammen mit den Lebensmittelpaketen wurden den Empfängern medizinische Hilfsmittel übergeben: vier Inhalationsgeräte, siebzehn Blutdruckmessgeräte, ein Blutzuckermessgerät, ein Pulsoximeter sowie Teststreifen-Sets zur Blutzuckermessung für zwölf Personen. Insgesamt erhielten 115 Personen gezielte Hilfe.
Die Vorbereitung einer so groß angelegten Aktion wurde durch den Einsatz zahlreicher Freiwilliger ermöglicht. Am Entladen der Lebensmittel und der Zusammenstellung der Pakete beteiligten sich Alexander Marchenko, Artur Gatitullin, Vladimir Mayer, Alisher Shakhabidinov, Rustam Prinz, Erich Golovanov, Arseni Sharapov, Pavel Shishlyannikov, Lilia Kulinyak und Nadezhda Kotova. Besonders rührend ist, dass zwei der Hilfsempfänger selbst bei der Vorbereitung halfen – Olga Naumenko und Georgy Bliznyakov. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass Güte Güte hervorbringt und Menschen verbindet.

Die Lieferung der gezielten Hilfsgüter erfolgte durch das Transportunternehmen Einzelunternehmer „ZEYBEL V.V.“, dessen Eigentümer Viktor Zeibel, ein Vertreter der deutschen Diaspora, ist. Zusammen mit den Fahrern begaben sich aktive Freiwillige des Zentrums in die Regionen – Alina Bauer, Olga Tsish, die Vorsitzende der Regionalabteilung Taschkent, Natalja Alexandrowna Kilich, und der Vorsitzende des Kulturzentrums der Deutschen in Usbekistan, Andrej Wassiljewitsch Kern.
Genau solche Momente verdeutlichen die Stärke unserer Gemeinschaft, in der Menschen verschiedener Generationen, Berufe und sozialer Schichten sich für ein gemeinsames Ziel zusammenschließen – nämlich denen zu helfen, die Unterstützung benötigen.
Die aufrichtigste Belohnung für die geleistete Arbeit waren die Dankesworte der Hilfsempfänger. In ihrem Brief schrieb Elvira Alfonowna Jakimenko:
„Sehr geehrte Mitarbeiter des Kulturzentrums der Deutschen in Usbekistan! Von ganzem Herzen möchte ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Fürsorge und Freundlichkeit aussprechen. In Ihrer herzlichen Art und Ihrer Unterstützung spürt man Verständnis für die Bedürfnisse und Respekt, die ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln. Dank Ihrer Tätigkeit bleiben Kultur, Traditionen und Sprache erhalten, und die freundschaftlichen Beziehungen sowie das gegenseitige Verständnis zwischen den Menschen werden gestärkt. Danke, dass Sie da sind, für Ihre Hilfsbereitschaft, Ihre Freundlichkeit und Ihr Engagement. Möge Ihre Arbeit den Menschen auch weiterhin Freude und Nutzen bringen!“
Solche Worte erinnern an das Wesentliche: Selbst eine kleine Geste der Fürsorge kann einem Menschen das Gefühl geben, dass er nicht allein ist. Die Wohltätigkeitsaktion „Beeilt euch, Gutes zu tun“ hat erneut gezeigt, dass gegenseitige Hilfe, Nächstenliebe und Respekt gegenüber der älteren Generation nach wie vor ein festes Fundament bilden, das die deutsche Gemeinschaft in Usbekistan verbindet.
Verwaltung der Regionalstelle Taschkent des DeKuZs
